Lohnt sich Bulgarien für Onlinehandel und E-Commerce?
Zuletzt aktualisiert:
Für Onlinehändler kann Bulgarien attraktiv sein, weil Gewinne mit 10 % besteuert werden. Beim Verkauf an Privatkunden in anderen EU-Staaten gilt jedoch das Bestimmungslandprinzip: Ab Überschreiten der EU-weiten Schwelle ist die Umsatzsteuer des Kundenlandes abzuführen — praktisch über das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS).
OSS statt vieler Registrierungen
Mit dem OSS-Verfahren melden Sie die Umsätze aller EU-Länder zentral über Bulgarien. Getrennte Registrierungen in jedem Zielland entfallen — sofern Sie dort keine Lager unterhalten.
Wie die Registrierung abläuft, erklärt unser Beitrag zur Mehrwertsteuer in Bulgarien; die Gewinne unterliegen der Körperschaftsteuer von 10 %.
Achtung bei Fulfillment-Lagern
Nutzen Sie Lager in anderen Mitgliedstaaten, etwa über Marktplatz-Logistik, entstehen dort regelmäßig eigene Registrierungspflichten. Das ist bei der Strukturplanung früh zu berücksichtigen.
Ein dauerhaft genutztes Lager kann außerdem eine Betriebsstätte im jeweiligen Land begründen.
Den vollständigen Überblick mit allen Einzelfragen finden Sie in unserem Leitfaden Bulgarien nach Branche.
Noch offen?
Kann ich meinen deutschen Onlineshop weiterführen?
Mehr aus dem Leitfaden
Lohnt sich Bulgarien für IT-Freelancer und Berater?
Für ortsunabhängige IT-Freelancer, Entwickler und Berater ist Bulgarien häufig attraktiv: 10 % Körperschaftsteuer, 5 % Dividendensteuer und…
Lohnt sich Bulgarien für Transport- und Logistikunternehmen?
Für Transport und Logistik ist Bulgarien einer der attraktivsten EU-Standorte: Versicherung und Steuer eines Beispielfuhrparks aus fünf PKW…
Wie hoch ist die Körperschaftsteuer in Bulgarien?
Die Körperschaftsteuer in Bulgarien beträgt einheitlich 10 % auf den Gewinn. Es gibt keine Gewerbesteuer und keine kommunalen Hebesätze. Bei…